Was muss die rebellierende Jugend von heute von Lenin, dem Anführer der sozialistischen Oktoberrevolution 1917 in Russland, lernen?
Die Jugendlichen auf der Welt spüren die Krisen das Kapitalismus ganz besonders. 2024 hatten fast 70 Millionen Jugendliche auf der Welt keinen Job.Im Sommer 2023 lag die Jugendarbeitslosigkeit in China z. B. bei 20 Prozent. Jetzt liegt sie offiziell bei 15%, aber nur, weil die Berechnungsmethode geändert wurde. In vielen Ländern der Welt, in Afrika, im Mittleren Osten, in Europa, finden die Jugendlichen immer weniger Arbeit. Die Jugendarbeitslosigkeit ist Ergebnis des Kapitalismus auf der Welt!
Ein kleinbürgerlicher chinesischer Soziologe sagt zu dieser Situation: "Jetzt gerade haben wir eine Phase der Verwirrung, des Reflektierens. Es ist eine Phase, den Sinn des Lebens neu zu überdenken." Das tun wir gerne!
Das imperialistische Weltsystem muss für seinen unstillbaren Hunger nach Maximalprofit immer mehr Leute in den Produktionsprozess einbeziehen, um sie ausbeuten zu können. In Afghanistan schicken Familien ihre 10-jährigen Söhne zur Arbeit in die illegalen Kohleminen der Taliban – ohne Sicherheitsausrüstung. Afghanistan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt – und doch sagen 97% der Familien, dass sie ihre Kinder nicht ausreichend ernähren können. Der Kapitalismus kennt bei der Ausbeutung kein Jung und Alt – und schafft sich damit mehr und mehr seine eigenen Totengräber! Die Jugendlichen werden so auch selbst zu Arbeitern und werden für das Leben und den Kampf gestählt. Siehe Bangladesh: Ohne die mutigen Kämpfe der Textilarbeiterinnen als Vorkämpfer wäre es den Studenten und der Volksbewegung in Bangladesh nicht möglich gewesen, die faschistische Präsidentin zu verjagen!
Die Welt ist heute sehr kompliziert. Darum trifft es voll zu, wenn Lenin sagte:
»Gehe ich nun von diesem Standpunkt aus an die Frage nach den Aufgaben der Jugend heran, so muß ich sagen, daß diese Aufgaben (...) sich durch ein einziges Wort ausdrücken lassen: Die Aufgabe besteht darin, zu lernen.« (Lenin, Werke, Bd. 31, S. 272)
Aber was muss die Jugend lernen?
1.) Die Jugend ist eine schöne, dynamische und komplizierte Phase. Die Jugend ist eine der schönsten und gleichzeitig schwierigsten Zeiten des menschlichen Lebens. Sie sind offen für Neues, wollen etwas erleben und kleben am wenigsten an der alten Gesellschaft. Aufgrund ihrer Unerfahrenheit sind sie aber auch besonders beeinflussbar – das wissen auch die reaktionären Kräfte der Gesellschaft! Wenn die richtigen fortschrittlichen und marxistisch-leninistischen Ideen das Bewusstsein, den Enthusiasmus und den Kampf und die Rebellion der Jugend beschleunigen, können sie auch die Geschwindigkeit der Revolution in die richtige Richtung lenken. Um die Ziele der Revolution zu erreichen, sind der Mut und die Tapferkeit der Jugend eine wichtige Voraussetzung. Aber alleine kann die Jugend keine gesellschaftliche Veränderung erkämpfen, denndieser Kampf ist keine Altersfrage, sondern eine Klassenfrage.
Die Jugend muss lernen, mit der älteren Generation eine Kampfeinheit zu bilden im Kampf gegen eine Selbstüberschätzung oder Überheblichkeit.
2.) Revolutionäre Ideen, also eine revolutionäre Ideologie, sind genauso wichtig wie eine Organisation für die Revolution. Wenn die Jugend sich nicht die richtigen fortschrittlichen und revolutionären Ideen aneignet, verkommt sie zum kritischen Anhängsel des Kapitalismus. Deshalb schlug Lenin einen Weg vor, den Enthusiasmus der Jugend durch die Vermittlung der richtigen Organisationsprinzipien in Leidenschaft zu verwandeln. Mit ideologischem Durchblick, organisatorisch geeint, geistig stark und bei bestmöglicher Gesundheit kann die Jugendbewegung die Bewegung gegen die Weltkriegsgefahr, die Umweltkatastrophe und weltweite Tendenz zum Faschismus stärken und einen eigenen Beitrag leisten.
Lenin sagte dazu:
„Das ist einer der Gründe, warum wir unbedingt für die organisatorischeSelbständigkeit des Jugendverbandes eintreten, nicht nur deshalb, weil die Opportunisten diese Selbständigkeit fürchten, sondern auch dem Wesen der Sache nach. Denn ohne vollständige Selbständigkeit wird die Jugend nicht imstande sein, sich zu guten Sozialisten zu entwickeln und sich darauf vorzubereiten, den Sozialismus vorwärts zuführen. Für die vollständige Selbständigkeit der Jugendverbände, aber auch für die volle Freiheit einer kameradschaftlichen Kritik ihrer Fehler! Schmeicheln dürfen wir der Jugend nicht.“(Lenin: „Jugend-Internationale“ (Notiz), Werke, Bd. 23, S. 164)
Die Jugend muss lernen, sich selbst zu organisieren!
3.) Die Entwicklung der Jugendbewegung ist nicht spontan. Wenn spontane Kämpfe aufflammen, müssen wir in ihnen die Bewusstheit höher entwickeln und die richtigen politischen Ideen, die richtige Philosophie, die richtigen Ideale fördern. Lenin hat gesagt, dass nur eine echte marxistische Arbeiterpartei die Jugendbewegung ausbilden und revolutionäre Ideen in der Jugend schaffen kann. Der Aufbau einer starken revolutionären Partei ist ohne leninistische Organisationsprinzipien und strenge Parteidisziplin nicht möglich. Eine schwache und chaotische Partei kann nicht gegen den Weltimperialismus, die globale Umweltkatastrophe und Faschismus kämpfen.
Deshalb sollten wir den Aufbau von starken revolutionären Parteien zu unserer Sache machen. Wir müssen gegen die Organisationsfeindlichkeit und Unverbindlichkeit ankämpfen.
4.) Heute versucht der Weltimperialismus, die Jugend zu korrumpieren. Der Kapitalismus hat den persönlichen Ehrgeiz, die Gier und die Verlockungen in der Jugend gefördert. Er zielt darauf ab, die sozialistische Bewegung zu schwächen und die Jugend zu spalten.
Die Jugend muss lernen, den Kapitalismus zu verstehen und mit den Einflüssen seiner bürgerlichen Ideologie fertig werden – wir brauchen eine fortschrittliche und proletarische Kultur mit Freundschaft, Zusammenhalt und internationaler Solidarität!
5.) Die Jugend will nicht nur träumen, sondern ihre Ziele verwirklichen!
Lenin hat die sozialistische Oktoberrevolution 1917 angeführt – mit dem Entstehen des sozialistischen Lagers wurden ein Drittel der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung befreit – ein Traum wurde wahr! Der Imperialismus wütet heute auf der ganzen Welt und zeigt sein hässliches Gesicht. In so einer Situation ist die sozialistisch/kommunistische Befreiungsideologie ein begeisterndes Ideal für die rebellierende Jugend auf der Welt! Gesellschaftliche Perspektiven wie der Sozialismus müssen Bestandteil des Kampfes sein. Eine Bewegung, die nicht weiß, wo sie hin will, kann auch leicht beeinflusst werden.
Der Sozialismus muss zum festen Bestandteil einer breiten antifaschistischen und antiimperialistischen internationalen Jugendbewegung werden bzw. sich darin mehr verankern.
Auch 100 Jahre nach Lenins Tod bleiben seine Lehren lebendig!
Die Jugend ist die Zukunft unserer Träume und Ziele. Die Jugend ist die Zukunft des Sozialismus und Kommunismus!
Stärken wir die internationale Rebellion der Jugend gegen imperialistische Kriege, die globale Umweltkatastrophe und die Gefahr des Faschismus!