Erklärung der ICOR-Hauptkoordinatorin an Handala mit aktuellem Stand

ICOR, Main Coordinator Monika Gärtner-Engel, 
Erklärung der ICOR-Hauptkoordinatorin an Handala mit aktuellem Stand

Update 27 Juli

Als ICOR Hauptkoordinatorin protestiere ich entscheiden gegen die rechtswidrige Okkupation der Handala Freedom Flotillia, Zerstörung ihrer Kommunikationswege und offensichtliche Verhaftung der friedfertigen Delegation. Sie steht für Millionen Menschen - in Palästina, in der ganzen Welt, die Freiheit für Palästina und eine Zukunft für die Kinder von Gaza fordern. Diese weltumspannende Bewegung ist nicht aufzuhalten - gegen alle faschistischen Reaktionäre wie Netanjahu und Trump.

Sofortiges Ende der Behinderung! 

Unbedingte Gewährleistung der Sicherheit und Unversehrtheit der Freiheits-Delegation, darunter der stellvertretende Hauptkoordinator der ICOR Hatem Laouni.

Freie Fahrt für die Freedom Flotilla nach Gaza!

Im Namen der 60 ICOR Organisationen auf 5 KontinentenMonika Gärtner-Engel

Botschaft der Hauptkoordinatorin vom 26. Juli an die Freedom Fighters

Hallo liebe Freiheitskämpfer auf der Freiheitsflottille!

Ihr befindet euch jetzt in der kritischen Zone und wir wissen, dass ihr von Drohnen verfolgt (und bedroht) werdet. Wir werden alle unsere Außenministerien kontaktieren.

Ich sende euch kämpferische Grüße von der ICOR (Internationale Koordination Revolutionärer Parteien und Organisationen). Ihr habt Hatem Laouni an Bord, unseren stellvertretenden Hauptkoordinator. Das bedeutet, dass euch mit den sechzig ICOR-Organisationen auf fünf Kontinenten Tausende und Abertausende von Ohren, Augen, Händen und vor allem Herzen begleiten.

Ihr seid eingebettet in das weltweite Netzwerk von Demonstrationen, Protesten, dem Solidaritätspakt mit Al-Awda, der Strafanzeige gegen die deutsche Bundesregierung, den Spendenaktionen... und natürlich vor allem dem Kampf des palästinensischen Volkes selbst!

Im Moment seid ihr sozusagen unser Aushängeschild. Bleibt weiterhin so mutig und tapfer, aber passt auch auf euch auf. Wir brauchen noch jeden einzelnen von euch. Der größte Kampf für die Freiheit Palästinas steht noch bevor.

Es lebe die internationale Solidarität!

Freies Palästina!

Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR

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Handala – wir begleiten dich!

Am 20. Juli begann die Fahrt des Schiffs Handala der Freedom Flotilla Coalition, zu der auch das Schiff Madleen gehört, das bereits vor einigen Wochen seinen Weg nach Gaza nahm und von der israelischen Armee aufgebracht wurde.

Handala startete vom italienischen Hafen Gallipoli zu einer etwa 6 tätigen Reise. Dem Start gingen Pressekonferenzen und Solidaritätsaktionen in mehreren italienischen Städten voraus und das Boot ist geschmückt mit vielen Kinderzeichnungen und bunten Hoffnungssymbolen. Das Ziel der Aktion ist vor allem, eine internationale starke Solidarität mit den Menschen in Gaza zu zeigen und den Druck auf Netanjahu und Trump zu erhöhen, um eine direkte humanitäre Hilfe mit Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und lebenswichtigen Gütern durchzusetzen.

Im Namen der ICOR protestiere ich in aller Schärfe gegen die Sabotageaktionen, die kurz vor dem Ablegen gegen das Schiff unternommen wurden: die Schiffsschraube wurde mit einem Seil blockiert und der Wassertank vergiftet. Die aufmerksame und inzwischen sehr erfahrene Crew (die Freedom Flotilla Coaltion arbeitet seit 2021) hat die Attacken rechtzeitig bemerkt.

Einer der 21 Aktivisten auf dem Schiff ist Hatem Laouini, stellvertretender Hauptkoordinator der ICOR. Er schreibt: „ Wir werden nicht vergessen und nicht vergeben.“ Er sieht die Reise ausdrücklich im Sinne der Hebung des Bewusstseins über den Völkermord in Gaza und die Stärkung der Solidarität.

In der website der Freedom Flotilla wird er vorgestellt: Er ist Gewerkschaftsaktivist und Kämpfer für die Rechte der Arbeiter und der Bauern. Er ist auch Mitglied der Internationalen antiimperialisischen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung. (United Front) Hatem gehört auch dem Sekretariat der La Via Campesina (weltweite Bewegung der Bauern und Landarbeiter ) in in der arabischen Region an.

Die Aktivisten auf dem Schiff machen eine aktive Pressearbeit und berichten in kurzen Videos. Sie schreiben auch über die Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg durch das Mittelmeer machen, zum Beispiel sehen sie jede Nacht Drohnen der Frontex auf der Suche nach Flüchtenden auf dem Meer. Das Schiff wird mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie auf seinem Weg verfolgt, Al Jazeera, junge Welt, Le Monde, Haaretz berichten, aber auch kleinere Zeitungen. Mit jedem Tag, mit dem die Kriegswaffe Aushungern neue Opfer in Gaza fordert, steigt die Wut der Menschen und der dringende Wunsch, der Barbarei ein Ende zu bereiten. Zu der Aktivistengruppe aus 12 Ländern auf dem Schiff gehören auch zwei Journalisten, der Gründer der Gewerkschaft bei Amazon in New York Christian Smalls sowie Abgeordnete des europäischen Parlaments, ein Menschrechtsanwalt, Klimaaktivisten, Tania Safi aus Australien, Gründerin einer Hilfsorganisation für libanesische Flüchtlinge, ein jüdischer US Kriegsveteran.

Sie werden nicht nur während ihrer Fahrt zu den Kindern von Gaza aktiv sein, sondern auch in den kommenden Monaten als Zeuginnen und Zeugen des israelischen Völkermord und menschenverachtender Brutalität in ihren Ländern Mobilisierungsarbeit machen.

Hatem Laouini war bereits im Juni 2025 Teil der Solidaritätskarawane, die von Tunesien über Ägypten nach Gaza gezogen ist, aber von der ägyptischen Regierung aufgehalten wurde. 1500 Freiwillige aus 54 Ländern waren Tei der Karwane; sie wurde auf ihrem weg in Tunesien und Lybien herzlich empfangen. Junge Leute schlossen sich spontan der Karawane, die auch unter dem Namen „steadfastness“ , arabisch Samoud, das heißt Standhaftigkeit bekannt ist.

Über den israelischen Geheimdienst und die israelische Armee darf man sich keine Illusionen machen. Wie auch die Madleen wird das Schiff Handala in Küstengewässern gestoppt und an einer weiterfahrt nach Gaza gehindert werden. Wir widmen der weiteren Entwicklung große Aufmerksamkeit und sind auf alles eingestellt.

Monika Gärtner Engel, ICOR Hauptkoordinatorin